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Die ISS kreist seit mehr als 25 Jahren um die Erde

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Author(s): dpa

Sollte die Wahrheit über die Internationale Raumstation (ISS) ans Licht gekommen sein? In sozialen Netzwerken teilen Nutzer zwei Fotos, die beweisen sollen, dass die ISS-Astronauten nicht im Weltraum, sondern in einem riesigen Schwimmbecken unterwegs sind. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa nutze Technologien wie die «erweiterte Realität», um die Menschen zu täuschen, schreiben sie auf Facebook. Dabei zeigen die beiden Bilder nichts dergleichen.

Bewertung

Die geposteten Fotos geben das Neutral Buoyancy Laboratory (NBL) wieder, ein Trainingsbecken der Nasa, das ein verkleinertes ISS-Modell enthält.

Fakten

Eine Bilderrückwärtssuche ergibt Hinweise auf die Herkunft der beiden Abbildungen. Wie die Bildtexte (hier und hier) angeben, wurden die Fotos im Neutral Buoyancy Laboratory (NBL), einem der größten Schwimmbecken der Welt, aufgenommen. Es gehört zum Trainingszentrum der Nasa in Houston, Texas.

Dieses riesige Becken von 61,5 Metern Länge, 31,1 Metern Breite und 12,2 Metern Tiefe enthält ein Modell der ISS. Die Astronauten trainieren hier für ihre Aufgaben, die sie anschließend im Weltraum ausführen. «Das Training unter Wasser kommt dem Gefühl von Schwerelosigkeit auf der Erde sehr nahe», erläutert die Europäische Raumfahrt-Agentur ESA das Vorgehen.

Bekannte Verschwörungstheorie

Die in sozialen Netzwerken verbreiteten Bilder des Trainingszentrums belegen also keineswegs, dass die Astronauten auf der Erde bleiben. Sie sind nur eine weitere Variante der altbekannten Behauptung, dass die Nasa die Flüge zur ISS und zum Mond bloß vorgetäuscht habe. Die Deutsche Presse-Agentur hat darüber schon zahlreiche Faktenchecks recherchiert und veröffentlicht.

Das Weltraumlabor ISS ist das Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit der amerikanischen, russischen, europäischen, japanischen und kanadischen Weltraumbehörden. Mit dem Bau der ISS im Weltall wurde 1998 begonnen. Die Umlaufbahn der ISS in 400 Kilometern Entfernung von der Erde kann man übrigens auf einer ESA-Webseite in Echtzeit verfolgen.

(Stand: 21.8.2025)

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Ursprünglich hier veröffentlicht.
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